UFW-Fachtagung 2013

Am Freitag, den 3. Mai 2013, veranstaltete das Ulmer Forum für Wirtschaftswissenschaften (UFW) e.V. in Zusammenarbeit mit der Universität Ulm seine neunte Fachtagung. Zu diesem Anlass konnte mit Herrn Bundesfinanzminister Dr. Wolfgang Schäuble zum wiederholten Male ein hochkarätiger Redner gewonnen werden.  Vor dem Hintergrund der aktuellen politischen Situation in Europa hielt Herr  Dr. Wolfgang Schäuble seinen Vortrag zu dem Thema „Gerüstet für das Zeitalter der Globalisierung – zur Bedeutung einer einheitlichen europäischen Finanz- und Wirtschaftspolitik für die Zukunft Europas“. An der Universität Ulm konnten hierzu über 1000 Teilnehmer aus dem gesamten Bundesgebiet begrüßt werden.

Nach einer kurzen Einführung durch Herrn Professor Dr. Kai-Uwe Marten, Direktor des Instituts für Rechnungswesen und Wirtschaftsprüfung, hieß der Präsident der Universität Ulm, Herr Professor Dr. Karl Joachim Ebeling, den Referenten und die Teilnehmer in Ulm herzlich willkommen. Die Vorstandsvorsitzende des UFW, Frau Professor Dr. Brigitte Zürn, präsentierte daraufhin der Zuhörerschaft den im März 2004 gegründeten Verein, welcher mittlerweile über 400 Mitglieder zählt.

Nach diesen einleitenden Worten stellte Herr Dr. Schäuble die Bedeutung einer einheitlichen europäischen Finanz- und Wirtschaftspolitik dar und ging in diesem Kontext insbesondere auf Fragestellungen der Globalisierung ein. Er stellte dabei heraus, dass ein starkes und wettbewerbsfähiges Europa vonnöten ist. Diesen Aspekt seines Vortrags arbeitete der Redner anhand der zu schaffenden institutionellen Rahmenbedingungen besonders heraus. Vor dem Hintergrund einer hohen Jugendarbeitslosigkeit in Europa wies er darauf hin, dass man innovationsfähig bleiben müsse und das Augenmerk auf nachhaltiges und qualitatives Wachstum lenken solle.

Einen Ausstieg aus dem Euro lehnte Herr Dr. Schäuble kategorisch ab. Zur Begründung führte er an, dass Deutschland  der europaweit stärkste Profiteur der neuen Einheitswährung ist. In diesem Zusammenhang ging er anschließend auf die Sparpolitik Griechenlands ein, die, so seine Ausführungen, eine Notwendigkeit sei und nicht aus gefühllosen Entscheidungen getroffen wurde. Den Eurobonds hingegen erklärte der CDU-Politiker eine klare Absage. So sei die notwendige Voraussetzung für eine solche Maßnahme zunächst die Einführung einer einheitlichen Finanz- und Wirtschaftspolitik. Herr Dr. Schäuble beendete seinen Vortrag mit der Aussage, dass es in seinen Augen nur über den Weg ökologischer Nachhaltigkeit möglich sei, eine leistungsfähige Wirtschaft aufzubauen und langfristige Erfolge zu gewährleisten.

Im direkten Anschluss an den Vortrag bestand für die Zuhörerschaft die Möglichkeit, unter der Moderation von Herrn Dipl.-Kfm. Georg Giersberg, Wirtschaftsredakteur bei der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, Fragen an Herrn Dr. Schäuble zu richten.

Die UFW-Fachtagung endete im Rahmen eines Imbisses im Neuen Forschungsgebäude der Universität Ulm. Dabei konnten noch offene Fragen zwischen den Teilnehmern diskutiert werden sowie neue Kontakte geknüpft und bereits bestehende gepflegt werden.

An dieser Stelle möchte sich das UFW für das positive Feedback aller Teilnehmer bedanken. Wir freuen uns bereits auf die Fachtagung – im zehnten Jahr des Vereinsbestehens – 2014.