Job- und Praktikumsbörse „Wirtschaftsprüfung“ am 29. Mai 2018

Am 29. Mai 2018 veranstaltete das Institut für Rechnungswesen und Wirtschaftsprüfung in Zusammenarbeit mit 14 mittelständischen Wirtschaftsprüfungsgesellschaften zum neunten Mal die Job- und Praktikumsbörse „Wirtschaftsprüfung“ für die Studierenden der Universität Ulm.
Zu Gast waren die Gesellschaften Baker Tilly, Bansbach, BDO, BW Partner, Crowe Kleeberg, Ebner Stolz, Ecovis, Genossenschaftsverband Bayern, Peters Schönberger & Partner, PKF, Rath, Anders, Dr. Wanner & Partner, Rödl & Partner, Sonntag & Partner, Warth & Klein Grant Thornton, die alle zum Kreis der Förderer der Zusatzqualifikation „13b-Bachelor“ zählen.

Mit rund 150 Studierenden fand die Veranstaltung, wie auch in den vergangenen Jahren, sehr guten Anklang. Den Auftakt der Veranstaltung bildete der Erfahrungsbericht von Herrn Thomas Steiner, Absolvent der Universität Ulm mit der Zusatzqualifikation „13b-Bachelor“ und Mitarbeiter von Bansbach, zum Thema „Berufseinstieg in einer mittelständischen Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft“. Anschließend stellten Herr Dr. WP/ StB Julian Bauer, Herr Michael von Hinüber und Herr Lukas Dietze die Gesellschaft BW Partner in einem Kurzportrait vor. Abschließend folgte ein kurzer Impulsvortrag von Rath, Anders, Dr. Wanner & Partner durch Frau Eva-Maria Eppelsheimer sowie Frau StB Katharina Weinmüller. Die Referenten stellten die Gesellschaft kurz vor und gingen speziell auf die verschiedenen Tätigkeitsbereiche ein, die für die Studierenden von besonderem Interesse waren.

Im Anschluss an die Vorträge nahmen die Studieren-den die Gelegenheit wahr, an den Informationsständen aller beteiligten Unternehmen persönliche Kontakte zu knüpfen und sich umfassend über die Gesellschaften sowie die Möglichkeiten eines Praktikums oder Berufseinstiegs zu informieren. Da an der Veranstaltung Studierende verschiedenster Semester vertreten waren, entwickelten sich rege Gespräche, die von allgemeinen Fragen zum Bereich Wirtschaftsprüfung bis hin zu konkreten Aufgabengebieten reichten.

Die Studierenden lobten vor allem die entspannte Atmosphäre sowie den Dialog mit den Unternehmensvertretern, wodurch sie einen guten Einblick in das Tätigkeitsgebiet eines Wirtschaftsprüfers und mögliche Einstiegschancen als Praktikant oder Absolvent bekommen konnten.

Es war erneut eine sehr gelungene Veranstaltung, die sowohl den Studierenden als auch den Unternehmensvertretern die Gelegenheit zum gegenseitigen Kennenlernen und zum Informationsaustausch bot.
Herzlichen Dank an die teilnehmenden Gesellschaften!

Antrittsvorlesung Frau Professor Zürn

Nach der feierlichen Urkundenübergabe im Rahmen des dies academicus hielt Frau WP/StB Professor Dr. Brigitte Zürn am 7. Februar 2006 ihre Antrittsvorlesung an der Universität Ulm zum Thema „Die aktuellen Ansätze zur Steuerreform – Stückwerk oder Gesamtkonzept?“. Nicht nur Freunde und Verwandte der frischgebackenen Honorarprofessorin waren der Einladung zu dieser Veranstaltung gefolgt; auch viele Mitglieder des Ulmer Forums für Wirtschaftswissenschaften (UFW) e.V. sowie Wirtschaftsprüfer und Vertreter mittelständischer Unternehmen der Region als auch Professorenkollegen der Universität Ulm erwiesen Frau Zürn die Ehre.

Im Rahmen seiner Begrüßung hob der Dekan der Fakultät für Mathematik und Wirtschaftswissenschaften, Herr Professor Dr. Ulrich Stadtmüller, hervor, dass die Universität und speziell die Fakultät dankbar dafür seien, dass Frau Zürn nicht nur die Ehre der ihr angetragenen Honorarprofessur angenommen habe, sondern auch die damit verbundene Pflicht, in jedem Semester Vorlesungen anzubieten. Sie binde sich somit stärker an die Universität Ulm und unterstütze den Fachbereich Wirtschaftswissenschaften wesentlich.

Im Anschluss an die einleitenden Worte des Dekans begann Frau Zürn ihren Vortrag, in dessen Verlauf sie sich der Themenkomplexe „Maßnahmen zu Haushaltskonsolidierung und zur Belebung der Binnenkonjunktur“ und „Grundlegende Steuerreformmaßnahmen“ annahm.

Die Zuhörerschaft war von der Tatsache fasziniert, dass Deutschland nicht nur 80% der weltweit zu steuerlichen Themen verfassten Literatur stelle, sondern nach einer Umfrage des World Economic Forum unter 104 untersuchten Ländern auch über das ineffizienteste Steuersystem verfüge. Frau Zürn informierte über die geplanten Steueränderungen insbesondere im Bereich Umsatzsteuer und „Reichensteuer“ und würdigte diese kritisch – insbesondere unter dem Gesichtspunkt, dass das Ziel der neuen Bundesregierung ein einfacheres und wachstumförderndes Steuersystem ist. Dass die Steuererklärung auf einem Bierdeckel, wie Herr MdB RA Friedrich Merz dies einstmals propagierte, im Vergleich zu den zig Seiten der aktuellen Einkommensteuererklärung 2005 ein riesiger Schritt wäre, war den Anwesenden nach den überaus anschaulichen Ausführungen klar.

Anschließend widmete sich Frau Zürn den „Grundlegenden Steuerreformmaßnahmen“, vor allem im Bereich Einkommen- und Unternehmensteuerreform. Sie verwies dabei auf Konzepte des Sachverständigenrates und der Stiftung Marktwirtschaft.

Ergänzend ging sie auf Probleme der schwäbischen Mittelständler ein, bei denen Gewinne häufig im Unternehmen verblieben und im Falle einer Vererbung keine Liquidität zur Tilgung der Erbschaftsteuer zur Verfügung stehe. Diese Problematik solle mit einer Erbschaftsteuerreform gelöst werden, die zwar schon in der Schublade der Bundesregierung läge, aber noch auf ihre Umsetzung warte.

Das vom Sachverständigenrat vorgeschlagene Konzept der dualen Einkommensteuer, wie es schon in skandinavischen Ländern wie Norwegen und Schweden erfolgreich praktiziert wird, wurde von Frau Zürn dahingehend kritisiert, dass das Konzept der angestrebten Rechtsformneutralität der Besteuerung nicht gerecht würde und keine Vereinfachung des Systems verspreche.

Das Konzept der Stiftung Marktwirtschaft stieß hingegen eher auf ihre Zustimmung, werde doch der Grundgedanke einer einheitlichen Besteuerung aller Unternehmen ohne eine Mehrbelastung von Einzelunternehmern oder Personengesellschaften gut umgesetzt, auch wenn die Einkunftsarten nur von sieben auf vier reduziert werden sollen.

Frau Professor Zürn schloss mit einem Fazit, dass die vorliegenden Gesetzesentwürfe zwar Stückwerk seien, die diskutierten Konzepte einer grundlegenden Steuerreform allerdings einem Gesamtkonzept folgten, auch wenn sie erst in 2008 umgesetzt werden sollen.

Im Anschluss an den Vortrag fand zwischen der Dozentin und den Anwesenden eine rege Diskussion statt. Alle Anwesenden waren anschließend noch zu einem Stehempfang im Foyer eingeladen.

Für ein neues Wirtschaftswunder – es ist möglich!

Insbesondere Unternehmensvertreter aus den Regionen Ulm, Stuttgart und München, aber auch zahlreiche Studenten der Wirtschaftswissenschaften sowie angrenzender Studiengänge waren in den Hörsaal 22 gekommen, um Dr. Rogowskis Vortrag zu hören. Mit über 400 Teilnehmern war der Saal, wie schon bei vergangenen Veranstaltungen des UFW, bis auf den letzten Platz gefüllt.

Gruppenbild der  ReferentenNach der Begrüßung der Gäste durch den Rektor der Universität, Herrn Professor Dr. Karl Joachim Ebeling, in welcher er die Bedeutung von Vorträgen hochrangiger Persönlichkeiten wie Dr. Rogowski für die Universität Ulm betonte, stellte der Dekan der Fakultät für Mathematik und Wirtschaftswissenschaften, Herr Professor Dr. Ulrich Stadtmüller, den Studiengang Wirtschaftswissenschaften in Ulm vor. Professor Stadtmüller wies darauf hin, dass Veranstaltungen wie diese den Studiengang bekannt machten und zu einer hohen Bewerberzahl, wie zum letzten Wintersemester, führten. Wichtig sei aber auch die Kooperation der Fakultät mit Unternehmen wie der Voith AG, die sich schon in einer Vielzahl gemeinsamer Projekte mit dem mittelständischen Unternehmen zeigte und somit ein Beispiel für das erfolgreiche Zusammenwirken von Wissenschaft und Praxis darstellt. Im Anschluss berichtete die Vorsitzende des Vorstandes des UFW, Frau WP/StB Dr. Brigitte Zürn, über die Spende des UFW an die Universitätsbibliothek in Höhe von 10.000 Euro sowie die positive Entwicklung der Mitgliederzahl des Vereins. Schließlich stellte Professor Marten den Referenten vor und informierte die Zuhörer über die historische Entwicklung der Voith AG. Nach einer kurzen Einführung in das Thema übergab er das Wort an Dr. Rogowski.

Blick in den gefüllten Hörsaal während des VortragsZu Beginn seines Vortrags hob Dr. Rogowski die Aspekte, die Deutschland positiv auszeichnen, hervor. Unter anderem nannte er in diesem Zusammenhang die Lage im Zentrum Europas oder das Bildungssystem, das zumindest in Teilbereichen seinesgleichen sucht. Mit der These „Frischzellenkur für unsere Bildung“ verband Dr. Rogowski Forderungen nach Studiengebühren, damit mehr Mittel für die Hochschulen zur Verfügung stehen. Für Studenten mit guten Leistungen sollten attraktive Stipendien bereitgestellt werden, um auch jungen Menschen mit einem weniger einkommensstarken familiären Hintergrund ein Universitätsstudium zu ermöglichen. Aber auch zur Verbesserung der wirtschaftlichen Situation in Deutschland verlangte der Referent ein Umdenken der Politiker. Der Staat fordere zu hohe Abgaben und behindere die Unternehmen durch zu viel Bürokratie, worauf diese mit Abwanderung in andere Länder reagierten. So werde Wirtschaftswachstum behindert und ein neues Wirtschaftswunder verhindert. Deshalb seien Patriotismusdebatten auch fehl am Platz; die wichtige Frage laute, wie hierzulande wieder mehr Wertschöpfung möglich werde. Die Agenda 2010 sei hierzu nicht ausreichend, genausowenig wie der Koalitionsvertrag von CDU und SPD. Forderungen wie „Wir brauchen noch viel mehr Hartz!“ stießen beim Publikum auf Anklang, sorgten jedoch auch für reichlich Diskussionsstoff unter den anwesenden Studenten und Unternehmern. Abschließend zeigte sich Dr. Rogowski aber durchaus optimistisch: Deutschland habe schon sehr viel gemeistert in seiner Geschichte; dieses Bild sollte den Menschen wieder vermittelt werden.

Dr.  Michael Rogowski bei seinem VortragBei dem mit freundlicher Unterstützung der Industrie- und Handelskammer Ulm angebotenen Buffet konnte die Diskussion fortgesetzt werden. Viele Besucher nutzten die Möglichkeit, das von Dr. Rogowski verfasste Buch „Für ein neues Wirtschaftswunder – 20 Thesen“ am Stand der Ulmer Buchhandlung Kerler zu erwerben und durch den Autor signieren zu lassen.

Das UFW dankt dem Referenten Herrn Dr. Rogowski für seinen Vortrag sowie den Mitarbeitern und Studenten von Herrn Professor Marten, die die Veranstaltung durch ihre Mithilfe ermöglicht haben.


Sichern Auslandsinvestionen auch Arbeitsplätze in Deutschland?

Am Mittwoch, den 17. November 2004 war Herr Dipl.-Ing. Hans Peter Stihl im Hörsaal 22 der Universität Ulm zu Gast. Dem Ulmer Forum für Wirtschaftswissenschaften (UFW) e.V. war es zusammen mit der Abteilung Rechnungswesen und Wirtschaftsprüfung von Herrn Professor Dr. Kai-Uwe Marten gelungen, den Vorsitzenden des Aufsichtsrates der Andreas Stihl AG, Waiblingen, sowie früheren Präsidenten und heutigen Ehrenpräsidenten des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) e.V. für einen Vortrag zu dem brisanten Thema „Sichern Auslandsinvestitionen auch Arbeitsplätze in Deutschland?“ zu gewinnen.

GruppenbildNeben zahlreichen Studierenden der Wirtschaftswissenschaften und angrenzender Studiengänge waren insbesondere Manager mittelständischer Unternehmen aus den Regionen Ulm, Stuttgart und München in den Hörsaal gekommen, der bei über 350 Teilnehmern bis auf den letzten Platz gefüllt war. Nach der Begrüßung der Gäste durch den Dekan der Fakultät für Mathematik und Wirtschaftswissenschaften, Herrn Professor Dr. Ulrich Stadtmüller, stellte Herr Professor Marten den hochkarätigen Referenten und sein Familienunternehmen, die Andreas Stihl AG, vor. Herr Professor Marten betonte dabei, dass die Marke Stihl und die Motorsägen des Hauses weltweit für Qualität und Service stünden. Dabei setze das Unternehmen Stihl auf revolutionäre Technik und innovative Ideen. Stihl sei ein Synonym für Spitzentechnik.

Mit Auszügen aus einer in Zusammenarbeit mit der Technischen Hochschule Aachen erstellten Studie von Roland Berger führte Herr Professor Marten in das Thema ein. Gemäß dieser Studie planen 90 Prozent der deutschen Maschinen- und Anlagenbauer in den kommenden fünf Jahren eine Verlagerung von Unternehmensteilen in andere Länder.

Blick in den  gefüllten HörsaalGleich zu Beginn seines Vortrags stellte Hans Peter Stihl klar, dass die Frage, ob Auslandsinvestitionen auch Arbeitsplätze in Deutschland sicherten, für sein Unternehmen, die weltweit tätige Stihl-Gruppe, uneingeschränkt zu bejahen sei. Nach dieser Aussage, die in der gegenwärtigen Zeit, insbesondere auch vor dem Hintergrund der aktuellen Unternehmenskrisen, bei vielen Zuhörern im Saal auf Skepsis stieß, ging Stihl auf die anhaltend hohe Arbeitslosigkeit, die konjunkturelle Wachstumsschwäche und die Sparmaßnahmen von Bund, Ländern und Kommunen ein. Er machte dabei deutlich, dass – so lerne es jeder Student der Wirtschaftswissenschaften – Strukturschäden in Krisenzeiten besonders deutlich würden. Kleinere Betriebe würden unbeachtet von der breiten Öffentlichkeit einen stillen Tod sterben.

Herr  Dipl.-Ing. Hans Peter Stihl im GesprächIm weiteren Verlauf seines Vortrags kam der Referent zu dem Ergebnis, dass die Abwanderung von Unternehmen aus Deutschland nur gestoppt werden könne, wenn bei gleichem Lohn wieder mehr gearbeitet würde. Die Gewissheit, dass ein günstiger ausländischer Fertigungsstandort als Alternative zur Wahl stehe, habe viele Arbeitsplätze in Deutschland durch Zugeständnisse von Gewerkschaften und Betriebsrat gesichert. Die Mehrzahl der Arbeitnehmer nehme lieber eine Verlängerung der Arbeitszeit ohne Lohnausgleich in Kauf, als den Job zu riskieren.

In der an den gut eineinhalbstündigen Vortrag anschließenden lebhaften Diskussion kamen zahlreiche Unternehmer, aber auch Studierende zu Wort. Letzteren legte Stihl insbesondere nahe, Englisch als Fremdsprache zu lernen und sich Sprachkenntnisse etwa in Russisch oder Chinesisch anzueignen. Aus Sicht Stihls führe auch kein Weg an den internationalen Bachelor- und Master-Abschlüssen vorbei.

Die rege Diskussion konnte bei einem Buffet, dessen Kosten die Industrie- und Handelskammer Ulm freundlicherweise übernommen hatte, fortgesetzt werden.

Das Ulmer Forum für Wirtschaftswissenschaften dankt Herrn Hans Peter Stihl für seinen Vortrag und den Mitarbeitern der Abteilung Rechnungswesen und Wirtschaftsprüfung sowie allen Helfern für die Organisation der Vortragsveranstaltung in diesem Semester.

Externe Qualitätskontrolle im Berufsstand der Wirtschaftsprüfer – Status quo und Weiterentwicklung

Am Mittwoch, den 5. Mai 2004 fand die erste Veranstaltung des UFW im Hörsaal 22 der Universität Ulm zum Thema „Externe Qualitätskontrolle im Berufsstand der Wirtschaftsprüfer – Status quo und Weiterentwicklung“ statt. Die Organisation der Veranstaltung erfolgte durch die Abteilung Rechnungswesen und Wirtschaftsprüfung der Fakultät für Mathematik und Wirtschaftswissenschaften unter Leitung von Herrn Professor Dr. Kai-Uwe Marten.

Gruppenbild der ReferentenHerr Professor Marten konnte als Referenten eine Reihe von für die wirtschaftsprüfenden Berufsstände bedeutenden Persönlichkeiten gewinnen, so etwa den Präsidenten der Wirtschaftsprüferkammer, Berlin, der in Deutschland die Berufsaufsicht obliegt, Herrn WP/StB Dipl.-Kfm. Hubert Graf von Treuberg, und den Sprecher des Vorstandes des Instituts der Wirtschaftsprüfer in Deutschland e.V. (IDW), Düsseldorf, Herrn WP/StB Professor Dr. Klaus-Peter Naumann. Damit waren die Spitzenkräfte beider die deutschen wirtschaftsprüfenden Berufsstände im internationalen Umfeld vertretenden Organisationen anwesend. Daneben referierten mit Frau WP/StB Dipl.-Oec. Ursula Lindgens die Vorsitzende der Kommission für Qualitätskontrolle (KfQK) sowie mit den Herren WP/StB Dr. Klaus R. Müller und WP/StB/RA/FAStR Dr. Jens Poll zwei weitere Mitglieder der Kommission. Die Gruppe der Referenten wurde komplettiert durch Herrn WP/StB Dr. Wolf-Michael Farr, der in Wirtschaftsprüferkreisen für die von ihm herausgegebenen Checklisten bekannt ist.

Blick in  den gefüllten HörsaalNach einem Grußwort des Rektors der Universität Ulm, Herrn Professor Dr. Karl Joachim Ebeling, und einführenden Worten vom Veranstaltungsleiter, Herrn Professor Dr. Kai-Uwe Marten, stellte Graf von Treuberg die Konzeption des gegenwärtigen Systems der externen Qualitätskontrolle in Deutschland vor. Danach berichtete Frau Lindgens von ihren Erfahrungen aus der Arbeit in der KfQK, bevor im Anschluss Herr Naumann über den Stand und die sich derzeit abzeichnende Weiterentwicklung der Normen zur Qualitätssicherung und Qualitätskontrolle aus Sicht des IDW referierte. Im zweiten Teil der Veranstaltung widmeten sich die Referenten jeweils einem Teilbereich des von Wirtschaftsprüferpraxen einzurichtenden internen Qualitätssicherungssystems. Herr Müller befasste sich im Rahmen seines Vortrags mit Fragen im Zusammenhang mit der Beurteilung der Praxisorganisation einer Wirtschaftsprüferpraxis. Herr Farr ging anschließend auf den Teilaspekt der Beurteilung der Auftragsabwicklung im Rahmen der externen Qualitätskontrolle ein. Abschließend beschäftigte sich Herr Poll mit der sog. internen Nachschau. Neben den ca. 30 studentischen Teilnehmern folgten etwa 250 Wirtschaftsprüfer und vereidigte Buchprüfer aus nahezu dem gesamten Bundesgebiet der Einladung in die Donaustadt. Die überaus positive Resonanz auf die gelungene Veranstaltung bestärkt das UFW, auch in Zukunft ähnlich gelagerte Vorträge zu organisieren, um auf diese Weise die Brücke zwischen Theorie und Praxis zu schlagen.

Frau Dr. Zürn und Herr  Professor MartenVon den nicht-universitären Teilnehmern der Veranstaltung wurde eine Kostenpauschale erhoben. Der nach Deckung der Kosten verbliebene Überschuss wurde der Bibliothek der Universität Ulm zwecks Verbesserung der Literaturausstattung speziell im wirtschaftswissenschaftlichen Bereich gespendet. Die Scheckübergabe an die Universitätsbibliothek fand am 12. Juli 2004 im Beisein von Rektor und Kanzlerin der Universität statt. Ausführliche Fassungen der gehaltenen Vorträge wurden in einem im IDW Verlag erschienenen Tagungsband unter dem Veranstaltungstitel in der Schriftenreihe „Hochschulschriften zur Wirtschaftsprüfung“ veröffentlicht. Dieser kann zum Preis von 42,- Euro unter der ISBN-Nr. 3-8021-1110-9 erworben werden.