UFW-Fachtagung 2007

Weichenstellungen im Mittelstand

Am Donnerstag, den 24. Mai 2007 veranstaltete das Ulmer Forum für Wirtschaftswissenschaften e.V. (UFW) in Kooperation mit dem Institut für Rechnungswesen und Wirtschaftsprüfung der Universität Ulm unter Leitung von Herrn Professor Dr. Kai-Uwe Marten eine Vortrags- veranstaltung zum Thema „Weichenstellungen im Mittelstand“. Auch bei der sechsten Fachtagung des UFW konnten wieder über 200 Manager mittelständischer Unternehmen, Vertreter von Kreditinstituten, Wirtschaftsprüfer, Steuer- und Unternehmensberater aus dem gesamten Bundesgebiet sowie zahlreiche Studierende an der Universität Ulm empfangen werden.

In seinem Grußwort zu Beginn der Veranstaltung hob der Präsident der Universität Ulm, Herr Professor Dr. Karl Joachim Ebeling, die vor kurzem erfolgte auflagenfreie Akkreditierung der ab Herbst 2007 beginnenden Bachelor- und Masterstudiengänge in Wirtschaftswissenschaften an der Universität Ulm hervor. Im Anschluss blickte Frau Professor Dr. Brigitte Zürn, Vorsitzende des Vorstands des UFW e.V., auf die erfolgreiche Entwicklung des im Jahr 2004 gegründeten Vereins zurück, der mittlerweile über 240 Mitglieder zählt.

Den Einstieg in die Vortragsreihe bildete ein Vortragsblock, in dessen Rahmen Fragestellungen diskutiert wurden, die im Zuge des Übergangs von Unternehmen auf nachfolgende Generationen entstehen. Hierbei wurden insbesondere Gestaltungsmöglichkeiten der Unternehmensnachfolge und die derzeit geplanten Änderungen des Erbschaftsteuer- und Schenkungsteuergesetzes aufgezeigt.

Zur „Konzeption bei der Vererbung von Unternehmensanteilen“ referierte Herr Professor Dr. Hermut Kormann, Vorsitzender des Vorstands der Voith AG, Heidenheim. Im Anschluss legte Herr RA/FAStR Dr. Marc Jülicher, Partner bei Flick Gocke Schaumburg, Bonn, die „Reform der Erbschaftssteuer für Unternehmen“ dar.

Die anschließende Kaffeepause bot den Teilnehmern eine erste Gelegenheit zum persönlichen Meinungsaustausch und zur Diskussion mit den Referenten. An den Informationsständen ausgewählter Fachverlage sowie der DATEV eG hatten die Besucher außerdem die Möglichkeit, sich über aktuelle Fachliteratur zu informieren.

Ein zweiter Vortragsblock befasste sich mit den Perspektiven der Weiterentwicklung der Rechnungslegung auf nationaler und europäischer Ebene. Herr Professor Dr. Dres. h.c. Peter Hommelhoff, Rektor der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg, erörterte die Auswirkungen der Internationalisierung der Rechnungslegung für den deutschen Mittelstand.

Anschließend wurde die „Zukunft der Rechnungslegung aus europäischer Sicht“ von Herrn Reinhard Biebel, Financial Reporting Expert in der Abteilung Rechnungslegung der EU-Kommission, Brüssel, dargestellt. Den Abschluss der interessanten Fachtagung bildete der Vortrag von Herrn Ministerialrat FAStR Dr. Christoph Ernst, Leiter des Referats Rechnungslegung, Publizität, Recht der Abschlussprüfung im Bundesministerium der Justiz, Berlin. Er erläuterte das HGB-Bilanzrecht im europäischen und internationalen Umfeld.

Im Rahmen der nachfolgenden Diskussionsrunde hatten die Teilnehmer nochmals die Gelegenheit, im Plenum Fragen an alle Referenten zu richten. Der anschließende lockere Ausklang des Tages am reichhaltigen Buffet ermöglichte den Gästen zudem das persönliche Gespräch mit den Referenten und anderen Gästen aufzunehmen.

Finanziell unterstützt durch die Sponsoren Deloitte, Ernst & Young, IHK Ulm, KPMG, PwC und die Sparkasse Ulm ist es dem UFW mit der Fachveranstaltung „Weichenstellungen im Mittelstand“ erneut gelungen, durch ein hochkarätiges Referententeam den Austausch zwischen Wissenschaft und Praxis zu einem sehr aktuellen Thema zu fördern.

UFW-Fachtagung 2006

 

Am Donnerstag, den 11. Mai 2006 veranstalteten das Ulmer Forum für Wirtschaftswissenschaften (UFW) e.V. und die von Professor Dr. Kai-Uwe Marten geleitete Abteilung für Rechnungswesen und Wirtschaftsprüfung eine Fachtagung zum Thema „Abbildung der tatsächlichen wirtschaftlichen Lage – HGB oder IFRS?“. Es konnten über 200 Manager mittelständischer Unternehmen, Vertreter von Banken, Wirtschaftsprüfer, Steuer- und Unternehmensberater aus dem gesamten Bundesgebiet sowie etwa 100 Studierende der Universität Ulm begrüßt werden.

In seinem Grußwort wies Professor Dr. Guido Adler, Prorektor Medizin der Universität Ulm, als Vertreter der Universitätsleitung auf das hervorragende Abschneiden des Studiengangs Wirtschaftswissenschaften in den jüngsten Hochschulrankings der Zeitschriften „Karriere“ und „Die Zeit“ hin. Im Anschluss blickte Herr Dr. Jens Poll, Mitglied des Kuratoriums des UFW, auf die erfolgreiche Entwicklung des Vereins zurück, der nach knapp zwei Jahren bereits über 200 Mitglieder zählt.

Den ersten Vortragsblock eröffnete Herr Professor Dr. Dr. h.c. Jörg Baetge von der Universität Münster mit der Frage, ob die wirtschaftliche Lage durch einen IFRS-Abschluss besser abgebildet wird als durch einen traditionellen HGB-Abschluss. Er brachte zum Ausdruck, dass ein Wechsel durchaus Vorteile haben könne, da unter anderem das Vertrauen der Aktionäre in das Unternehmen gestärkt werde, Informationsasymmetrien beseitigt werden sowie Renditeforderungen der Eigenkapitalgeber und damit Kapitalkosten sinken würden.

Im Anschluss referierte Herr Dr. Thomas Senger, Wirtschaftsprüfer und Steuerberater sowie Mitglied der Geschäftsführung der Warth & Klein GmbH, Düsseldorf, über die Rahmenbedingungen und Schwerpunkte der Anwendung der IFRS im Mittelstand. In diesem Zusammenhang ging er auf die Auswirkungen einer Umstellung der Rechnungslegung von HGB auf IFRS auf die Höhe des ausgewiesenen Eigen- und Fremdkapitals sowie die Bilanzierung von Unternehmenszusammenschlüssen, Sachanlagen und Leasingtransaktionen ein. Zum Abschluss seines Vortrages erläuterte Herr Dr. Senger mögliche Vereinfachungen einer IFRS-Anwendung im Mittelstand.

Über die Herausforderungen eines IFRS-Abschlusses aus Sicht der Banken berichtete Herr Dr. h.c. Edgar Meister, Mitglied des Vorstands der Deutschen Bundesbank, Frankfurt am Main. In diesem Rahmen sprach er über die verschiedenen Aufgaben der Bankenaufsicht sowie die Eigenkapitalberechnung und -meldung auf Basis von IFRS-Abschlüssen. Abschließend gewährte er den Teilnehmern einen Einblick, wie sich Banken bei einer Umstellung von HGB auf IFRS im Unternehmen einbringen können.

Nach einer etwa dreißigminütigen Pause schilderte Herr Dr. Christoph Ernst, Ministerialrat im Bundesjustizministerium, Berlin, die seit langem angekündigte Modernisierung des deutschen Bilanzrechts. Er berichtete kurz über die Einführung der IFRS in das deutsche Recht und stellte die Frage, ob man von gesetzgeberischer Seite eine Übernahme der IFRS präferieren oder eventuell doch eine Modernisierung des HGB in Betracht ziehen sollte. Herr Dr. Ernst ging anschließend auf die Zielsetzungen einer solchen Modernisierung ein und gab einen Ausblick über die Einführung möglicher neuer (zum Teil europarechtlich bedingter) Gesetze.

Den Abschluss der Tagung bildete der Vortrag von Herrn Dr. Wolfgang Schaum, Mitglied des Vorstands des Instituts der Wirtschaftsprüfer in Deutschland (IDW) e.V., Düsseldorf, über die Abbildung der wirtschaftlichen Lage am Beispiel der Bilanzierung von Pensionsverpflichtungen nach HGB und IFRS. Dabei ging er hauptsächlich auf die Unterschiede der beiden Normenwerke in Bereichen wie Bewertungsgrundsätze, Passivierungspflicht, Abzinsung oder Berücksichtigung von Gehaltssteigerungen ein. Abschließend erläuterte Herr Dr. Schaum die Vorschläge des IDW im Hinblick auf ein neues Bewertungskonzept von Pensionsverpflichtungen.

Mit der Fachveranstaltung zum Thema „Abbildung der tatsächlichen wirtschaftlichen Lage – HGB oder IFRS?“ ist es dem Ulmer Forum für Wirtschaftswissenschaften (UFW) e.V. erneut gelungen, durch ein hochkarätiges Referententeam den Austausch zwischen Wissenschaft und Praxis zu fördern. An den Informationsständen ausgewählter Fachverlage sowie am reichhaltigen Buffet hatten die Tagungsteilnehmer zudem ausreichend Gelegenheit zum fachlichen und persönlichen Gespräch.

UFW-Fachtagung 2005

IFRS für den Mittelstand?

Erneut folgten sechs hochkarätige Referenten unserer gemeinsam mit dem Lehrstuhl für Rechnungswesen und Wirtschaftsprüfung von Herrn Professor Dr. Kai-Uwe Marten ausgesprochenen Einladung an die Universität Ulm. In seinem Grußwort zu Beginn der Veranstaltung stellte der Rektor der Universität Ulm, Professor Dr. Karl Joachim Ebeling, die Bedeutung einer engen Verknüpfung von Theorie und Praxis heraus. Im Anschluss verwies der Dekan der Fakultät für Mathematik und Wirtschaftswissenschaften, Professor Dr. Ulrich Stadtmüller, nochmals auf das exzellente Abschneiden des Studiengangs Wirtschaftswissenschaften bei verschiedenen jüngst veröffentlichten Hochschulrankings. Frau Dr. Brigitte Zürn blickte mit Freude auf die erfolgreiche Entwicklung des Vereins zurück, der nach nur einem Jahr seit Gründung bereits 166 Mitglieder zählt.

Der Einstieg in die Vortragsreihe erfolgte durch Professor Dr. Dr. h.c. Wolfgang Ballwieser von der Ludwig-Maximilians-Universität München, der die Chancen und Schwierigkeiten einer Rechnungslegung nach IFRS für nicht kapitalmarktorientierte Unternehmen eingehend diskutierte. Im Anschluss stellte die Generalsekretärin des Deutschen Rechnungslegungs Standards Committee e.V. (DRSC), WP/StB Dipl.-Kfm. Liesel Knorr, den aktuellen Stand der Projekte des International Accounting Standards Board (IASB) unter besonderer Berücksichtigung des NPAE-Projektes für nicht gegenüber der Öffentlichkeit rechenschaftspflichtige Unternehmen vor. Ein Erfahrungsbericht aus der Unternehmenspraxis über die Umstellung der Rechnungslegung vom traditionellen HGB auf IFRS durch Herrn Meinrad Schad, LL.M./FU Brüssel, Leiter des Bereichs Bilanzen, Beteiligungen und Vermögensverwaltung der Voith AG, Heidenheim, bildete den Abschluss des ersten Vortragsblocks. Nach einer kurzen Stärkung bei Kaffee und süßem Gebäck gab Ministerialrat FAStR Dr. Christoph Ernst aus dem Bundesministerium der Justiz einen Einblick in die aktuellen Vorhaben des Gesetzgebers in Bezug auf eine Modernisierung des deutschen Bilanzrechts. Die möglichen Auswirkungen der IFRS auf die deutsche Steuerbilanz erläuterte anschließend WP/StB Professor Dr. Norbert Herzig von der Universität zu Köln. Den Abschluss bildete der Vortrag von WP/StB Professor Dr. Klaus-Peter Naumann vom Institut der Wirtschaftsprüfer in Deutschland e.V. (IDW), in welchem er auf die Rolle des Wirtschaftsprüfers bei der Umstellung des Rechnungswesens auf IFRS einging.

Nach Beendigung der einzelnen Vorträge bestand jeweils die Gelegenheit, Fragen an die Referenten zu richten. Die rege Diskussion wurde im Rahmen des sich an den fachlichen Teil der Veranstaltung anschließenden Abendimbisses fortgesetzt. Wir danken den Vortragenden für Ihre spannenden Ausführungen und freuen uns über das große Interesse an unserer Veranstaltung und die erhaltende positive Resonanz. Auch in Zukunft werden wir Fachtagungen dieser Art organisieren, um den Austausch und die Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Praxis weiter zu intensivieren.

Weitere Bilder finden Sie in der Bildergalerie auf der Website der Abteilung für Rechnungswesen und Wirtschaftsprüfung.

Ausführliche Fassungen der gehaltenen Vorträge wurden in einem im IDW Verlag erschienenen Tagungsband unter dem Veranstaltungstitel in der Schriftenreihe „Hochschulschriften zur Wirtschaftsprüfung“ veröffentlicht. Dieser kann zum Preis von 42,- Euro unter der ISBN-Nr. 3-8021-1173-7 erworben werden.