Fachtagung 2017

Kreative Suchfelder in Forschung und Entwicklung
Fachtagung des UFW zur Digitalisierung in der Automobilindustrie

Fachtagung 2017

 

 

 

 

 

Referenten, Moderatoren und Teilnehmer
der UFW-Jahrestagung (siehe Textende)

Mitarbeiter in der Denkfabrik, neue Konkurrenten und vernetzte Fahrzeuge. In diesem Spannungsfeld bewegt sich ein Automobilzulieferer wie die ZF Friedrichshafen AG beim Thema Digitalisierung. Zur diesjährigen Fachtagung des Ulmer Forums für Wirtschafts-wissenschaften (UFW) kam mit Dr. Harald Naunheimer, Senior Vice President und Leiter der Forschung und Entwicklung bei ZF, ein ausgewiesener Praktiker auf diesem Gebiet an die Universität Ulm.

Organisiert wurde die Tagung zum Thema „Disruptive Veränderungen in der Automobilindustrie – Fokus Digitalisierung“ von Professorin Brigitte Zürn. Naunheimer vertrat als Keynote-Speaker souverän den ZF- Vorstandsvorsitzenden Dr. Stefan Sommer, der kurzfristig verhindert war.

In der Forschung und Entwicklung als Querschnittsbereich bricht sich die Digitalisierung mit ungeahnter Geschwindigkeit Bahn und verändert alle Prozesse. Das spürt auch ein Unternehmenskonzern wie ZF mit rund 137.000 Mitarbeitern weltweit und einem Jahresumsatz von 35,2 Milliarden Euro. Vor rund 150 Zuhörern im Multimediaraum des Forschungsgebäudes N27 erläuterte Naunheimer die Zukunftsstrategie, mit der ZF auf die globalen Herausforderungen reagiert hat: Effizienz, Autonomes Fahren und Sicherheit sind hier als Trendthemen festgeschrieben. Aus diesem Grund hat ZF unter anderem einen eigenen Konzernbereich E-Mobility gegründet und beteiligt sich mit „Zukunft Ventures“ an Start-Ups. „Wir müssen uns verändern, der Wandel ist in der Industrie angekommen“, fasste Naunheimer die Herausforderungen zusammen.

Diskussion

In der anschließenden Diskussions-runde, geleitet von Professor Kai-Uwe Marten, Leiter des Instituts für Rechnungswesen und Wirtschafts-prüfung sowie Professor Mischa Seiter vom Institut für Technologie- und Prozessmanagement, äußerte sich Naunheimer unter anderem auch zu den Anforderungen an Absolventen. Neben einem guten Grundlagen-wissen als Basis sieht er Chancen für eine „hybride Ausbildung“. Durch die Digitalisierung wachse der Bedarf an neuen Fachleuten in Querschnitts-bereichen von Informatik, Mathematik und Wirtschafts-wissenschaften. „Hochschulen sollten ähnlich wie Start-Ups handeln und viel mehr ausprobieren“, so der Appell des promovierten Maschinenbauingenieurs. Ein Ruf, der Ulm nicht ungehört verhallt: an der School of Advanced Professional Studies (SAPS) bietet die Universität Ulm als eine der wenigen deutschen Hochschulen bereits solche berufsbegleitende Master-Studiengänge in Digitalen Technologien an.

Fotos: Elvira Eberhardt/kiz

Text und Medienkontakt: Daniela Stang

Bildinformation zum Gruppenbild (Foto: Elvira Eberhardt/kiz): Prof. Mischa Seiter, Prof. Klaus Dietmayer, Universitätspräsident
Prof. Michael Weber, Prof. Brigitte Zürn, Dr. Harald Naunheimer, Prof. Kai-Uwe Marten (v.l.)