Für ein neues Wirtschaftswunder – es ist möglich!

Insbesondere Unternehmensvertreter aus den Regionen Ulm, Stuttgart und München, aber auch zahlreiche Studenten der Wirtschaftswissenschaften sowie angrenzender Studiengänge waren in den Hörsaal 22 gekommen, um Dr. Rogowskis Vortrag zu hören. Mit über 400 Teilnehmern war der Saal, wie schon bei vergangenen Veranstaltungen des UFW, bis auf den letzten Platz gefüllt.

Gruppenbild der  ReferentenNach der Begrüßung der Gäste durch den Rektor der Universität, Herrn Professor Dr. Karl Joachim Ebeling, in welcher er die Bedeutung von Vorträgen hochrangiger Persönlichkeiten wie Dr. Rogowski für die Universität Ulm betonte, stellte der Dekan der Fakultät für Mathematik und Wirtschaftswissenschaften, Herr Professor Dr. Ulrich Stadtmüller, den Studiengang Wirtschaftswissenschaften in Ulm vor. Professor Stadtmüller wies darauf hin, dass Veranstaltungen wie diese den Studiengang bekannt machten und zu einer hohen Bewerberzahl, wie zum letzten Wintersemester, führten. Wichtig sei aber auch die Kooperation der Fakultät mit Unternehmen wie der Voith AG, die sich schon in einer Vielzahl gemeinsamer Projekte mit dem mittelständischen Unternehmen zeigte und somit ein Beispiel für das erfolgreiche Zusammenwirken von Wissenschaft und Praxis darstellt. Im Anschluss berichtete die Vorsitzende des Vorstandes des UFW, Frau WP/StB Dr. Brigitte Zürn, über die Spende des UFW an die Universitätsbibliothek in Höhe von 10.000 Euro sowie die positive Entwicklung der Mitgliederzahl des Vereins. Schließlich stellte Professor Marten den Referenten vor und informierte die Zuhörer über die historische Entwicklung der Voith AG. Nach einer kurzen Einführung in das Thema übergab er das Wort an Dr. Rogowski.

Blick in den gefüllten Hörsaal während des VortragsZu Beginn seines Vortrags hob Dr. Rogowski die Aspekte, die Deutschland positiv auszeichnen, hervor. Unter anderem nannte er in diesem Zusammenhang die Lage im Zentrum Europas oder das Bildungssystem, das zumindest in Teilbereichen seinesgleichen sucht. Mit der These „Frischzellenkur für unsere Bildung“ verband Dr. Rogowski Forderungen nach Studiengebühren, damit mehr Mittel für die Hochschulen zur Verfügung stehen. Für Studenten mit guten Leistungen sollten attraktive Stipendien bereitgestellt werden, um auch jungen Menschen mit einem weniger einkommensstarken familiären Hintergrund ein Universitätsstudium zu ermöglichen. Aber auch zur Verbesserung der wirtschaftlichen Situation in Deutschland verlangte der Referent ein Umdenken der Politiker. Der Staat fordere zu hohe Abgaben und behindere die Unternehmen durch zu viel Bürokratie, worauf diese mit Abwanderung in andere Länder reagierten. So werde Wirtschaftswachstum behindert und ein neues Wirtschaftswunder verhindert. Deshalb seien Patriotismusdebatten auch fehl am Platz; die wichtige Frage laute, wie hierzulande wieder mehr Wertschöpfung möglich werde. Die Agenda 2010 sei hierzu nicht ausreichend, genausowenig wie der Koalitionsvertrag von CDU und SPD. Forderungen wie „Wir brauchen noch viel mehr Hartz!“ stießen beim Publikum auf Anklang, sorgten jedoch auch für reichlich Diskussionsstoff unter den anwesenden Studenten und Unternehmern. Abschließend zeigte sich Dr. Rogowski aber durchaus optimistisch: Deutschland habe schon sehr viel gemeistert in seiner Geschichte; dieses Bild sollte den Menschen wieder vermittelt werden.

Dr.  Michael Rogowski bei seinem VortragBei dem mit freundlicher Unterstützung der Industrie- und Handelskammer Ulm angebotenen Buffet konnte die Diskussion fortgesetzt werden. Viele Besucher nutzten die Möglichkeit, das von Dr. Rogowski verfasste Buch „Für ein neues Wirtschaftswunder – 20 Thesen“ am Stand der Ulmer Buchhandlung Kerler zu erwerben und durch den Autor signieren zu lassen.

Das UFW dankt dem Referenten Herrn Dr. Rogowski für seinen Vortrag sowie den Mitarbeitern und Studenten von Herrn Professor Marten, die die Veranstaltung durch ihre Mithilfe ermöglicht haben.